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auf aktuelle politische Entscheidungen.
Wir haben einige Fragen und Antworten zusammengestellt, die sich zu den Kampagnen Finanzkrise und Finanztransaktionssteuer ergeben:
Wenn erneut zig Milliarden Euro für Bankenrettungen fließen sollen, geht das alle an: Diese Milliarden werden dem Gemeinwesen auf kurz oder lang fehlen. Weitere drastische Kürzungen z.B. im Sozialbereich sind aber nicht hinnehmbar.
Darum ist eine unserer Forderungen ja auch, das besonders risikoreiche und in der Tat kaum noch durchschaubare Investmentbanking vom normalen Kundengeschäft der Banken zu trennen, damit am Ende eben nicht die große Zahl der "kleinen Sparer" oder Unternehmen für die enormen Risiken im Investmentbanking draufzahlen müssen.
Weiterführende Informationen: Die 5-Min-Info zur Kampagne Banken in die Schranken
Nein, die Finanztransaktionssteuer trifft die Zockerbranche. Der von der EU vorgeschlagene Steuersatz ist so gering, dass er relevant nur dort greift, wo in Sekundenbruchteilen massenhaft und meist spekulativ gehandelt wird. Dieser sogenannte Hochfrequenzhandel könnte mit einer Finanztransaktionssteuer eingedämmt werden, weil sich die einzelnen Transaktionen dann schlicht nicht mehr lohnen. Kleinanleger konzentrieren sich dagegen auf langfristig orientierte Anlageformen und werden damit von der Steuer kaum betroffen.
Fernsehbeitrag Plusminus der ARD
Die 5-Min-Info zur Finanztransaktionssteuer
Beim Riester-Sparen hängt die Belastung davon ab, wie oft der Fonds-Anbieter das Investment umschichtet. Grundsätzlich gilt: Je weniger umgeschichtet wird, desto besser. Der überwiegende Anteil der nachhaltig investierenden Fondsgesellschaften schichtet weniger als einmal pro Jahr um.
Max Otte, Professor für Wirtschaftswissenschaften und Fondsmanager, hat z.B. für einen Steuersatz von 0,05% errechnet, dass der durchschnittliche Riesterrentner in 20 Jahren etwa 60 Euro Finanztransaktionssteuer zahlt.
Ein Experten-Interview mit Prof. Max Otte: